Florian Wißmeyer arbeitet im Nachtdienst als Pflegekraft für Menschen mit Behinderungen 


Von Helmut Schemm


Pflegekraft Nachtdienst Menschen mit Behinderung
© Diakoneo

Was bewegt einen Menschen vom normalen Tagesrhythmus in den Nachtdienst zu wechseln? Und wie kann man sich die Arbeit vorstellen, wenn fast alle schlafen? Fragen, die Florian Wißmeyer beantworten kann. Ab Oktober begleitet er die Bewohnerinnen und Bewohner seiner Wohngruppe für Menschen mit Behinderung durch die Nacht. Er erzählt, was ihn zum Wechsel motiviert hat und welche Aufgaben ihn erwarten. Florian Wißmeyer arbeitet in den Diakoneo Wohneinrichtungen in Gunzenhausen.



"Offenheit ist wichtig für die Arbeit mit Menschen mit Behinderungen"

Flexibilität hat Florian Wißmeyer schon mehr als einmal im Leben bewiesen. Zum Beispiel als er sich nach seiner Ausbildung zum Industriekaufmann entschieden hat, noch einmal etwas ganz Neues zu wagen – die Arbeit mit Menschen mit Behinderung. Oder als er vor eineinhalb Jahren vom Kinder- und Jugendbereich in Bruckberg in die Wohneinrichtung nach Gunzenhausen wechselte, wo er sich momentan um Bewohnerinnen und Bewohner im Alter von 20 bis 81 Jahren kümmert.

Offenheit ist wichtig in meinem Beruf“ weiß der 31-jährige Heilerziehungspfleger. „Das macht vieles im Arbeitsalltag leichter. Ich habe gemerkt, dass es mir leichtfällt, mich auf verschiedene Rahmenbedingungen einzustellen – egal ob die Bewohner jung oder alt sind, großen Hilfebedarf haben oder recht eigenständig sind.“ Jetzt steht die nächste Veränderung für Florian Wißmeyer an. In wenigen Wochen verabschiedet er sich aus dem Tagdienst und übernimmt die Nachtschicht.

Dem Wechsel sieht er gelassen entgegen, denn seine Entscheidung ist gut überlegt. „Natürlich ist es schon ein beachtlicher Schritt, wenn ich den gewohnten Tagesablauf hinter mir lasse und mit meiner Arbeit starte, wenn sich ein Großteil der Menschen bereits längst im Feierabend befindet. Aber unterm Strich überwiegen die Vorteile für mich.“ Tatsächlich wirkt sich der Dienstwechsel positiv auf sein Privatleben aus. Mehr Zeit mit seiner Freundin, das empfindet er als großen Mehrwert. Auf die Möglichkeit, wieder regelmäßig mit ihr Abend zu essen, freut sich Florian Wißmeyer bereits jetzt.

Arbeitszeiten ermöglichen ein berufsbegleitendes Studium

Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität, die sich aus den neuen Arbeitszeiten ergeben und die der Heilerziehungspfleger gut zu nutzen weiß. „Aktuell überlege ich, ob ich noch berufsbegleitend studieren soll“, erzählt der 31-Jährige. Die freien Nachmittage, die sich durch die Nachtarbeit ergeben, eignen sich super fürs Lernen. Auch für mein politisches Engagement habe ich zukünftig mehr Zeit. “ Ein weiterer Anreiz, gibt Florian Wißmeyer offen zu, sind die attraktiven Nachtzuschläge, die dafür sorgen, dass die Gehaltsabrechnung künftig ein bisschen üppiger ausfällt.

Doch was gibt es jetzt genau während des Nachtdienstes zu tun? Florian Wißmeyer umreißt einige typische Stationen seiner zukünftigen Schicht:

Pflegekraft im Nachtdienst Aufgaben
Um 20:45 Uhr geht es los. Wichtig ist, den Bewohnerinnen und Bewohnern noch einmal „Hallo“ beziehungsweise „Gute Nacht“ zu sagen. Auf diese Weise wissen sie, wer sie durch die Nacht begleitet und an wen sie sich bei Fragen oder Problemen wenden können. Natürlich gehört es auch dazu, die Leute ins Bett zu bringen. Viele freuen sich, wenn noch jemand da ist, mit dem sie ein bisschen reden können und der sie zudeckt. © Diakoneo


Pflegekraft im Nachtdienst
Das Thema Medikamente ist fest in der Nachtschicht verankert. Zum einen gilt es sicherzustellen, dass die Bewohner ihre verschriebenen Tabletten vor dem Schlafengehen verabreicht bekommen. Zum anderen gehört es zur Aufgabe des Mitarbeitenden, die Medikamente für die kommenden Tage zu stellen. Das beinhaltet auch die Pflege von Bestandslisten, damit alles seine Rechtmäßigkeit hat. © Diakoneo


Pflegekraft im Nachtdienst
Auch wenn mal ein bisschen Zeit bleibt, kommt keine Langeweile auf. Denn es gibt viele Möglichkeiten, sich nützlich zu machen und die Kollegen zu unterstützen. Dazu zählt das vorsortieren der Wäsche, damit sie am nächsten Tag verteilt werden kann. Wer es besonders gut meint, kann auch schon mal das Frühstück vorbereiten. © Diakoneo


Pflegekraft im Nachtdienst
Fester Bestandteil sind regelmäßige Rundgänge während der Nacht. Auf diese Weise lässt sich sicherstellen, dass alles in Ordnung ist und sich keiner der Bewohner auf Abwegen befindet. Zudem kann die Gelegenheit genutzt werden, jemanden auf das Klo zu begleiten oder eine Inkontinenzeinlage zu wechseln. © Diakoneo


Pflegekraft im Nachtdienst
Um 6:00 Uhr – am Wochenende eine Stunde später – ist es fast geschafft. Der Frühdienst übernimmt das Ruder. Die Übergabe bietet die Gelegenheit zur fachlichen Abstimmung. In der Regel bleibt dann auch mal Zeit, die Beziehungen zu den Tagdienstkollegen ein wenig zu pflegen. © Diakoneo


Arbeiten bei Diakoneo in Gunzenhausen

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