Arbeiten als Gruppenleiter in der Diakoneo Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Himmelkron – Sebastian Ehrensberger im Porträt



Gruppenleitung in einer WfbM
Sebastian Ehrensberger leitet eine Gruppe in der Diakoneo Werkstatt für Menschen mit Behinderung. © Uwe Niklas


Sebastian Ehrensberger (41) arbeitet seit 2017 als Gruppenleiter in der Diakoneo Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) in Himmelkron. Der gelernte Holzbearbeitungsmechaniker lebt zusammen mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern im oberfränkischen Kulmbach.

Ulrike Englmann hat mit ihm gesprochen und ihn nach seinen Erfahrungen gefragt.

Bei seinem früheren Arbeitgeber fertigte der leidenschaftliche „Schreiner“ hochwertige Massivholzmöbel. Bereits hier gab es immer wieder Berührungspunkte zu verschiedenen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, die Teilschritte für die Fertigung übernahmen. Mit der Zeit reifte in Sebastian Ehrensberger der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung und so zog eine Stellenausschreibung seine Aufmerksamkeit schließlich ganz besonders auf sich: Die Diakoneo WfbM in Himmelkron suchte einen Gruppenleiter! „Ich war zwar im Zweifel, ob man mich dort nehmen würde, weil ich bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Einschränkungen vorweisen konnte, aber andererseits traute ich mir zu, das alles schnell lernen zu können und so bewarb ich mich. Ich wurde umgehend zum Vorstellungsgespräch eingeladen“, erinnert sich Sebastian Ehrensberger „und am 1.September 2017 konnte ich dann in Himmelkron starten, das freut mich bis heute!“


Ein vielseitiger und interessanter Arbeitsbereich

Der Arbeitsbereich von Sebastian Ehrensberger ist vielseitig, voller Abwechslung und ständigen Überraschungen, auf die er eingehen muss. Zusammen mit einer Kollegin leitet er eine Gruppe von 30 Beschäftigten. Die Aufträge für die Gruppe kommen größtenteils aus mittelständischen Industriebetrieben, aber auch aus anderen Bereichen, die handwerklich gefertigte Produkte vertreiben. „Aktuell haben wir einen Auftrag für Apotheken übernommen, für die wir Bastelsets für Ostern fertigen“, erklärt Sebastian Ehrensberger.


Ein typischer Werkstatt-Tag

Ein typischer Werkstatt-Tag beginnt für ihn mit der lebhaften morgendlichen Gesprächsrunde mit den Beschäftigten und seiner Kollegin. Es wird gemeinsam beratschlagt, was heute zu tun ist, ob man überall im Zeitplan liegt und wer welche Aufgabe übernimmt. Er führt Telefonate mit Kunden, bestellt Ware, kümmert sich um strukturierte Arbeitsabläufe und sorgt für die Qualitätskontrolle. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die feinfühlige Heranführung und Qualifizierung der Beschäftigten für die Arbeitsschritte. Er begleitet sie beständig in ihren Sorgen und Nöten, steht ihnen als Ansprechpartner zur Seite und muss auch mal den ein oder anderen Konflikt klären. „Meine Arbeit besteht zu einem großen Teil aus Kommunikation“, erklärt er. „Ich arbeite einfach gern mit Menschen und erhalte auch immer wieder ein positives Feedback."

"Es gefällt mir sehr, dass ich meine Vielseitigkeit, meine Kreativität und meine Ideen einbringen kann, um Lösungen auch für verzwickte technische Probleme zu finden. Manchmal benötigen wir individuelle Hilfsmittel für Menschen mit besonderen Einschränkungen, da muss man sich dann eben etwas einfallen lassen", erklärt er.

"Bei Diakoneo zu arbeiten, bedeutet für mich in erster Linie ein Arbeiten auf Augenhöhe und respektvoller Umgang miteinander. Soziale Absicherung, Planungssicherheit und Familienfreundlichkeit sind neben den täglichen Erfolgserlebnissen und den tollen Feedbacks der Beschäftigten eine wesentliche Kraftquelle."

Arbeiten bei den Diakoneo Diensten für Menschen mit Behinderung in Himmelkron

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