Was sind die Unterschiede zwischen der Arbeit in der Kinderkrippe, im Kindergarten und im Kinderhort?

Berufsportrait Erzieherin im Kinderhort
Mit welcher Altersgruppe von Kindern möchte man am liebsten arbeiten? Diese Frage sollten sich Erzieherinnen und Erzieher frühzeitig stellen. © Niklas

Die ersten zehn Lebensjahres eines Kindes sind geprägt von rasanten Entwicklungen: Die Kinder lernen Laufen und Sprechen, sie werden selbständig, knüpfen erste Freundschaften und lernen, sich in eine Gemeinschaft einzufügen.

Zwischen einem einjährigen Krippenkind und einem Viertklässler an der Schwelle zur Pubertät sind die Unterschiede im Entwicklungsstand riesig. Entsprechend unterschiedlich sind die Aufgaben für Erzieherinnen und Erzieher, je nachdem mit welcher Altersgruppe sie in Kinderkrippe, Kita oder Kinderhort arbeiten.

Erzieherinnen und Erzieher im Kinderhort arbeiten mit Mädchen und Jungen von circa sechs bis zehn Jahren, die in der Regel die Grundschule besuchen.

Was ist das Besondere an der Arbeit im Kinderhort? Wie unterscheidet sie sich von der Arbeit in Kinderkrippe und Kindergarten?
Maria Mohr hat sich darüber mit Alina Somper unterhalten. Die 32jährige Kindheitspädagogin arbeitet seit September 2018 im Kinderhort des Hauses für Kinder Johannis. Dort betreut sie mit ihren Kolleginnen und Kollegen 75 Schulkinder zwischen der ersten und der vierten Klasse.

Der große Unterschied: Die schulischen Aspekte


"Der große Unterschied zur Arbeit im Kindergarten sind natürlich die schulischen Aspekte." sagt sie. "Während der Schulzeit kümmern wir uns um die Betreuung der Kinder bei den Hausaufgaben."
Aber auch das Spielen kommt nicht zu kurz: Wenn die Kinder die Hausaufgaben erledigt haben, gestalten die Erzieherinnen und Erzieher im Hort auch die Freizeit mit ihnen.
"Und während der Schulferien sind wir wie eine große Kita mit einem Betreuungs- und Freizeitangebot", ergänzt sie.

Doch während der Schulzeit nehmen die schulischen Aspekte einen großen Raum in der Arbeit im Kinderhort ein. "Wir stehen auch im Kontakt zu den Lehrerinnen und Lehrern der Kinder", beschreibt Alina Somper. "Wenn es zum Beispiel um die Frage geht, welche weiterführende Schule für ein Kind in Frage kommt, halten die Lehrer mit uns Rücksprache."
Dies ist Teil der jährlichen Entwicklungsgespräche, die Horterzieher mit den Lehrern führen.


Kinder im Kinderhort
Die schulischen Aspekte der Arbeit sollten einer Horterzieherin oder einem Horterzieher liegen. © Salomon


Die enge Einbindung in die schulpädagogischen Aspekte sollte einem liegen, wenn man sich für die Arbeit in einem Kinderhort entscheidet. Gute Rechtschreibkenntnisse sind zum Beispiel wichtig oder eine Vorliebe für Mathematik.
"Im Team teilt sich das meist ganz gut auf", weiß die Kindheitspädagogin. "Die eine Kollegin hilft lieber bei Mathe, der andere bei Deutsch."
Auch Kommunikationsfreudigkeit und eine gute Beobachtungsgabe sind wichtige Eigenschaften für einen Horterzieher. Erzieher im Hort müssen sich bewusst sein, dass ein Hortkind in seinem Charakter und seiner Persönlichkeit sehr viel weiter entwickelt ist: "Die Schulkinder fangen durchaus an, zu verhandeln, wenn die etwas nicht machen möchten." Bisweilen macht sich die (Vor-) Pubertät bemerkbar.

Der Kontakt zu den Eltern findet anders als in der Kita meist schriftlich statt. Die Kinder gehen nach einer Eingewöhnungszeit allein von der Schule in den Hort. Einige dürfen auch allein vom Hort nach Hause gehen. "Die Kommunikation findet viel über das Berichtsheft statt, das jedes Kind hat."
Einmal im Jahr trifft man die Eltern aber auf alle Fälle: Dann steht das Lernentwicklungsgespräch an, bei dem die schulischen Fortschritte des Kindes viel Raum einnehmen.

Grundsätzlich findet es Alina Somper für Erzieherinnen und Erzieher wichtig, sich frühzeitig gut zu überlegen, wo sie arbeiten möchten und sich zu fragen: "Welche Altersguppe spricht mich am meisten an?"

Mit Kindern arbeiten bei Diakoneo

Die Mitarbeitenden in den 22 Kinderkrippen, Kindergärten und Horten bei Diakoneo sind ein starkes Team.
Gemeinsam entwickeln sie einrichtungsübergreifende Konzepte wie den Standard zur religionssensiblen Erziehung oder einen Standard zur  Partizipation in der Kita.
In den einzelnen Einrichtungen haben die Teams Raum zur Umsetzung von spannenden Projekten wie zum Beispiel  naturwissenschaftliche Montessori-Projekte oder Konzepten zur Medienpädagogik.
Alle Einrichtungen für Kinder arbeiten seit Jahren nach einem inklusiven Konzept.

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Sie hat die Weiterqualifizierung zur Fachkraft in Kindertageseinrichtungen absolviert und arbeitet jetzt als Heilerziehungspflegerin im erzieherischen Dienst in der Kita in Schwabach.

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