Spielerisch Umweltschutz und Nachhaltigkeit erfahren

In der integrativen St. Laurentius Kindertagesstätte ist Umwelterziehung fest im Kita-Alltag integriert. Die Kinder werden durch verschiedene Projekte spielerisch an die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit herangeführt. Für ihr Engagement in der Umwelterziehung hat die Diakoneo-Kindertagesstätte bereits vier Mal die Auszeichnung „Öko-Kids“ vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) erhalten.

Cosima Faulhaber, die Leiterin der Laurentius Kita erzählt im Gespräch mit Christin Kohler, wie Umwelterziehung in der Kita umgesetzt werden kann.

Gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zeichnet der LBV Kindertageseinrichtungen für die Umsetzung eines jährlichen Bildungsprojekts zum Thema Nachhaltigkeit und Umwelt, welches im Sinne des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes durchgeführt wird, aus.

Die Laurentius-Kita hat zum vierten Mal die Auszeichnung „ÖkoKids“ erhalten.

 „Wir setzen in der Laurentius-Kita jedes Jahr ein spezielles Projekt um, in dem es um Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht“, erklärt Cosima Faulhaber. „Uns ist wichtig, dass die Kinder bereits in der Kita an wichtige Themen herangeführt werden“, sagt sie weiter. Bei der gemeinsamen Umsetzung des Projektes lernen die Kinder verschiedene Aspekte des Umweltschutzes kennen und setzen erste praktische Schritte, wie beispielsweise Mülltrennung, um. Außerdem stärken die Projekte das Verantwortungsbewusstsein, Mut, Offenheit und Lernbereitschaft, sowie soziale, emotionale oder kommunikative Kompetenzen der Kinder.

Heute schon an Morgen denken

Im vergangen Jahr setzte die Kita ihr Projekt unter dem Motto „Heute schon an Morgen denken – Nachhaltigkeit in der Kita“ um. „Dafür haben wir uns in Kleingruppen und in drei Regelgruppen mit allem rund um das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt“, erklärt Cosima Faulhaber. Das Thema wurde in die drei Bereiche Müll und Plastik sparen, Energie und Ressourcen einsparen, sowie Lebensmittel wertschätzen eingeteilt.

„Die Kinder der Regelgruppen trafen sich für die Umsetzung einmal wöchentlich, selbst gewählt, in Kleingruppen in der Lernwerkstatt“, erläutert sie weiter. Am Ende der Projektwoche stellte jede Gruppe ihr Thema der anderen Gruppe vor. „In dieser Form haben wir das letztes Jahr zum ersten Mal gemacht“, sagt Faulhaber. Außerdem gestalteten die Kinder Mülleimer in passenden Farben und Symbolen, so dass sie wissen, wie Mülltrennung funktioniert und wo sie ihren Müll wegwerfen müssen. Ebenfalls lernten die Kinder das Thema Recycling kennen. Dazu gehörte ein Besuch im Gebrauchtwarenhof, bei dem die Kinder sehen konnten, dass auch bereits genutzte Gegenstände nicht zwangsläufig weggeschmissen, sondern weiter verwendet werden können.

Hochbeete machen den nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln schmeckbar

Zum Thema Nachhaltigkeit gehört auch der nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln. Deshalb wurden in der Laurentius-Kita gemeinsam mit den Kindern mehrere Hochbeete gebaut, in denen regelmäßig verschiedene Gemüsesorten sowie Kräuter angepflanzt und zum Kochen verwendet werden.

Landschaftsgärtner Benjamin Weiß erklärt den Kindern seine Arbeit in der Gärtnerei. © Diakoneo/Amanda Marien

Darüber hinaus durften die Kinder einen Nachmittag in der Diakoneo-Gärtnerei verbringen. Dort zeigte Landschaftsgärtner Benjamin Weiß ihnen unterschiedliche Gemüsesorten und erklärte, warum es wichtig ist, auf die Natur zu achten. Begeistert topften die Kinder auch gleich selbst verschiedene Pflanzen-und Kräutersorten ein. „Solche Aktionen vor Ort sind besonders schön, da die Kinder so die Natur selbst entdecken und Neues kennenlernen“, sagt Cosima Faulhaber.

Nachhaltigkeit und Natur: Die Kinder der Laurentius-Kita sind echte Öko-Kids. © Diakoneo/Amanda Marien

„In jedem Jahr gibt es neben der Auszeichnung auch noch einen Preis zu gewinnen“, erzählt Cosima Faulhaber. Geplant war, den gewonnenen Apfelbaum auf der Bezzelwiese, gemeinsam mit den Senioren des Pflegeheims, zu pflanzen. Dies ist aufgrund von Corona gerade natürlich nicht möglich. „Wir hoffen, dass wir es irgendwann nachholen können."

Arbeiten mit Kindern bei Diakoneo

Die Mitarbeitenden in den 26 Kinderkrippen, Kindergärten und Horten bei Diakoneo sind ein starkes Team.
Gemeinsam entwickeln sie einrichtungsübergreifende Konzepte wie den Standard zur religionssensiblen Erziehung oder einen Standard zur  Partizipation in der Kita.
In den einzelnen Einrichtungen haben die Teams Raum zur Umsetzung von spannenden Projekten wie zum Beispiel  naturwissenschaftliche Montessori-Projekte oder Konzepten zur Medienpädagogik.
Alle Einrichtungen für Kinder arbeiten seit Jahren nach einem inklusiven Konzept.

Diakoneo legt großen Wert auf die Qualifikation der Mitarbeitenden. Diese entwickeln ihre Fähigkeiten und Kompetenzen in regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen laufend weiter. Neugierig?

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