Der Erzieher Tom Roth wusste von klein auf, dass ein sozialer Beruf genau sein Ding ist.

Von Esther Jaksch

Mit dem Beruf des Erziehers landete Tom Roth für sich einen Volltreffer. Der 26-Jährige ist Teil des Teams im Familienzentrum Marterlach in Nürnberg. Tom Roth hat bereits sein SPS-Praktikum im Familienzentrum absolviert.
Esther Jaksch hat sich mit ihm über seine Arbeit unterhalten und darüber, warum gerade die Mitarbeit am Aufbau des Familienzentrum Marterlach so spannend für ihn war.
Seine Chefin Jutta Blischke beschreibt, wie sie Tom Roth und dem kompletten Team von Anfang an eigene Projekte übertragen hat.


Erzieher Tom Roth
Tom Roth ist Erzieher mit viel Engagement und Herzblut im Familienzentrum Marterlach.


Der Aufbau einer neuen Kita ist ein spannendes Abenteuer für Erzieher!

„Ich bin immer noch begeistert, dass wir zum Start des Familienzentrums Marterlach alles neu gestalten konnten!“

Tom Roth ist ein Pionier. Er war einer derjenigen, der das Familienzentrum Marterlach mit aufgebaut hat. Die Einrichtung öffnete zum 1. September 2014 seine Türen. An diese Zeit denkt er voll Begeisterung zurück: „Alle im Team waren frisch und total motiviert. Gemeinsam konnten wir uns alles überlegen – das Konzept, die Angebote, die Essenszeiten, die Übergaben, die Zusammenarbeit – einfach alles!“ Damals war Tom Roth erst im zweiten Ausbildungsjahr und bei vielen Entscheidungen schon eng eingebunden.
Jutta Blischke, Leiterin des Familienzentrums, übertrug ihm eigene Projekte, die seinen Neigungen entsprachen. Da der junge Mann viele Jahre Handball spielte, überlegte er sich Sportangebote, beispielsweise ein Fußballturnier, und wurde zum Trainer für die Kinder im Hort. Laut Jutta Blischke ist es das Schöne am Beruf des Erziehers, „dass man seine eigenen Vorlieben und Hobbies einbringen kann.“ In ihrem Team gibt es eine Kollegin, die gerne gärtnert. Kein Problem! Sie kümmert sich um die Pflanzaktionen mit und ohne Kinder im Familienzentrum. Eine andere Kollegin tanzt gerne in ihrer Freizeit. Super! Sie studiert Tänze mit den Kindern ein. „Nur jemand, der selbst begeistert ist, steckt auch andere damit an“, ist Jutta Blischke überzeugt.

„Erzieher ist ein Beruf, in dem man seine Vorlieben und Hobbies einbringen kann.“

Tom Roth arbeitet hauptsächlich im Hort und an zwei Vormittagen im Kindergarten. Das ist der Vorteil am Familienzentrum Marterlach: Hier sind Kinderkrippe, Kindergarten und Hort unter einem Dach. Es gibt Plätze für 124 Kinder, die von 28 Kolleginnen und Kollegen betreut werden. Dadurch entstehen vielfältige Aufgaben und Einsatzgebiete für die Mitarbeitenden. Der 26-jährige Erzieher spielt mit den Kindern, betreut die Hausaufgaben, bereitet Elterngespräche und Angebote vor. Ein Thema liegt ihm besonders am Herzen: Er arbeitet sehr aktiv im Modellversuch „Medienkompetenz in der Frühpädagogik stärken“, ein Projekt, das vom Freistaat Bayern gefördert wird und über insgesamt drei Jahre läuft. Durchgeführt wird es vom Staatsinstitut für Frühpädagogik an 100 bayerischen Kindertageseinrichtungen, die sich für die Teilnahme bewerben konnten. „Ich habe mit den Kindern bereits eigene Videos gedreht. Das macht allen sehr viel Spaß und die Kinder lernen die Medien kreativ zu nutzen“, freut sich Tom Roth. Er ist selbst begeisterter Social-Media-Nutzer.
Mehr über das Medienprojekt in der Kita Marterlach können Sie hier lesen.


beispiel umgang mit medien in der kita
Zwar nicht im digitalen Bereich, aber auch ein Beispiel für Umgang mit Medien: Anhand der Fotos auf der Essentafel können auch Kinder, die noch nicht lesen können, sehen, was es zum Mittagessen gibt. © Lukas Herbert

Fort- und Weiterbildung für Erzieher ist bei Diakoneo wichtig


Fortbildung ist generell ein wichtiges Thema im Familienzentrum: Während der Schließtage bietet Jutta Blischke Teamtage an. „Wir nutzen die Zeit, um uns weiterzubilden. Ich frage gezielt nach, was das Team braucht. Wir hatten schon Weiterbildungen zu Themen wie religionssensible Erziehung oder Umgang mit Aggressionen“, so die Leiterin. Darüber hinaus bietet Diakoneo Fort- und Weiterbildungen über die Dialog Akademie in Neuendettelsau an. Jedem Mitarbeitenden stehen dafür 1.800 Euro und 15 Tage in drei Jahren zu. „Sehr nachgefragt ist bei uns die Weiterbildung zur pädagogischen Fachkraft“, weiß Jutta Blischke. Gefördert werden außerdem Weiterbildungen zum Fachpädagogen Inklusion, zum Erlebnispädagogen, das Montessori Diplom und vieles mehr. Auch Kurse im Bereich Spiritualität sind möglich.

Mehr Informationen über die Möglichkeiten zur Fort- und Weiterbildung für Diakoneo-Mitarbeitende lesen Sie hier.

„Am Anfang hatte ich Angst, dass hier nur Christen sind“, erinnert sich Tom Roth. Doch dann hat er schnell gemerkt, dass jeder willkommen ist, egal welcher Religion oder Nationalität er angehört. „Ich wurde herzlich empfangen und fühle mich überaus wohl“, betont der Erzieher aus Nürnberg. Ins Familienzentrum Marterlach gehen Kinder aus insgesamt 28 Nationen. Der Hintergrund der Familien ist sehr unterschiedlich: alle Berufsbilder bis zur gehobenen Mittelschicht. Verbindend sind hier gemeinsame Aktionen. Und da ist Tom Roth bei der Organisation an Bord. Letztes Jahr zeltete er mit Vätern und Kindern im Garten des Familienzentrums mit Grillen und Lagerfeuer.

Doch wie geht es ihm in einem Beruf, der hauptsächlich von Frauen ausgeübt wird? „Das war für mich nie ein Thema. Ich habe mich ganz bewusst für diesen Weg entschieden und keinen Gedanken daran verschwendet. Die Kollegen, die ich kenne, sind wirklich mit Herzblut dabei“, betont Tom Roth. 

Mit Kindern arbeiten bei Diakoneo

Die Mitarbeitenden in den 20 Kinderkrippen, Kindergärten, Horten und SVEs bei Diakoneo sind ein starkes Team.
Gemeinsam entwickeln sie einrichtungsübergreifende Konzepte wie den Standard zur religionssensiblen Erziehung oder einen Standard zur  Partizipation in der Kita.
In den einzelnen Einrichtungen haben die Teams Raum zur Umsetzung von spannenden Projekten wie zum Beispiel  naturwissenschaftliche Montessori-Projekte oder Konzepten zur Medienpädagogik.
Alle Einrichtungen für Kinder arbeiten seit Jahren nach einem inklusiven Konzept.

Diakoneo legt großen Wert auf die Qualifikation der Mitarbeitenden. Diese entwickeln ihre Fähigkeiten und Kompetenzen in regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen laufend weiter. Neugierig?

Finden Sie Ihren Traumjob mit Kindern bei Diakoneo!

Sie möchten als Erzieher, KinderpflegerKindheitspädagoge, Heilerziehungspfleger im Erziehungsdienst oder Heilpädagoge (je m/w/d) bei Diakoneo arbeiten? Sie möchten sich der Herausforderung stellen und beim Aufbau einer neuen Einrichtung mitwirken?
Für den neuen Kinderhort in Erlenstegen und den Kindergarten in Unterweihersbuch (Stein) suchen wir zum 1. August 2020 engagierte Fachkräfte.

Hier finden Sie wichtige Infos und  unsere aktuellen Stellenangebote

Video: Ausbildungsmöglichkeiten am Beruflichen Schulzentrum Neuendettelsau

Eine Schule - sechs Ausbildungen

Mehr über die Ausbildungsmöglichkeiten am Beruflichen Schulzentrum Neuendettelsau im Video:

Ausbildung am Beruflichen Schulzentrum Neuendettelsau



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