Dank guter Teamarbeit: Hauswirtschaft schafft Atmosphäre



Unsere Helden

In der Serie "Unsere Helden" stellen wir Menschen vor, die schon im normalen Berufsalltag Höchstleistungen vollbringen. 

Sie kümmern sich jeden Tag um kranke oder alte Menschen. Sie gestalten den Alltag mit Menschen mit Behinderung und betreuen oder unterrichten Kinder. Viele entwickeln dabei kreative Ideen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.

 

 


Gerlinde Lisovski, Hauswirtschaftliche Leitung Diak Mutterhaus Schwäbisch Hall



Gerlinde Lisovski (im Bild links) ist gelernte Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin und Fachwirtin für Organisation und Führung im Sozialwesen. Seit 1988 arbeitet die 54-jährige am Diak in Schwäbisch Hall und sorgt mit ihrem Team nicht nur für das leibliche Wohl bei Veranstaltungen im Mutterhaus, sondern kümmern sich auch um den Mesnerdienst in der Auferstehungskirche und der Diak Kapelle, den Empfang des Mutterhauses und die Verpflegung der 10 Diakonissen, die noch im Mutterhaus leben.


Seit der Corona-Pandemie hat sich im Team von Lisovski die Aufgabenverteilung sehr verändert. „Alle Veranstaltungen und Fortbildungen, die wir im Mutterhaus angemeldet hatten, wurden abgesagt“, sagt sie. Inzwischen kümmert sich das fünfköpfige Team vor allem um die Reinigung der Diak-eigenen Kindertagesstätte, die für Kinder von Mitarbeitenden in Betrieb ist. „Die Kollegen der Reinigung die sonst diese Aufgaben übernehmen, sind im Klinikum so stark eingespannt, dass sie nicht auch noch das Kinderland reinigen können“, sagt Gerlinde Lisovski. Zugleich ist die Hauswirtschaft auch noch in der Reinigung des Mutterhauses involviert. „Unsere Arbeitszeiten haben sich durch die Pandemie sehr stark verschoben. Wir müssen flexibel sein und in verschiedene Rollen schlüpfen. Deshalb arbeiten wir inzwischen auch im Schichtsystem, um die vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können“, erklärt Gerlinde Lisovski.


Eine wichtige Aufgabe auch schon vor der Pandemie war die Versorgung der Diakonissen, die noch im Mutterhaus leben. „Jeden Tag haben wir im Speisesaal Mittagessen hergerichtet, manchmal auch Kaffee und Kuchen.“ Durch das Kontaktverbot, von dem auch die Schwestern betroffen sind, bringen die Hauswirtschafterinnen das Mittagessen auf die Zimmer. „Wir merken, dass den Diakonissen die Gemeinschaft miteinander sehr fehlt. Sie haben den Großteil ihres Lebens gemeinsam verbracht und dürfen jetzt nicht einmal mehr gemeinsam Mittag essen. Unsere Aufgabe ist es jetzt auch, Zeit für Gespräche mit den Diakonissen zu haben. Wir kennen uns schon seit vielen Jahren und sind einige der wenigen Menschen, die derzeit noch Kontakt zu ihnen haben dürfen. Das tut den Schwestern gut“, so Lisovski weiter. Außerdem bieten Gerlinde Lisovski und ihre Kolleginnen Einkaufsdienste für die teils hochbetagten Diakonissen an.


Es ist ein familiäres Arbeiten im Mutterhaus – seit vielen Jahren arbeitet das Team zusammen, kennt sich gut und ist auch dem Haus eng verbunden. Sie sind es, die dem Mutterhaus das Flair geben, das es hat. „Hauswirtschaft ist mehr als nur Essen herrichten und putzen – Hauswirtschaft schafft Atmosphäre“, sagt Gerlinde Lisovski. Und zur Atmosphäre gehört auch, immer dort zu sein, wo man gerade gebraucht wird, mit anzupacken. „Wir freuen uns, dass wir unseren Beitrag leisten können und das Unternehmen in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen“, so Lisovski abschließend.


Marion Hecht, Hauswirtschaftliche Leitung Klinik Schwabach



„Derzeit haben wir es im Griff“, so fasst Marion Hecht die aktuelle Lage im Bereich der Hauswirtschaft in der Klinik Schwabach zusammen. Und sie weiß auch, dass ihr Team daran einen großen Anteil hat. „Die Mitarbeiter arbeiten super mit.“


Marion Hecht ist in der Klinik Schwabach für die Koordination von fast 60 Mitarbeitenden in der Hauswirtschaft, der Bettenreinigung sowie der Wäscheversorgung und Reinigung zuständig. Die 34-Jährige kümmert sich unter anderem um den Dienstplan ihres Teams.

Die Ausbildung von Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern ist ebenfalls in Ihrem Aufgabengebiet angesiedelt, daneben übernimmt Marion Hecht auch Schichten im Dienstplan.


Auch für die Schulung der Mitarbeitenden ist Marion Hecht verantwortlich und hier gab es seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie viel zu tun.


„Zu Beginn der Pandemie war die Situation für alle ungewiss“ berichtet sie. „Viele meiner Mitarbeitenden waren aufgewühlt und hatten Angst vor Ansteckung. Die Familien der Reinigungskräfte leben zum Teil im Ausland und auch deswegen waren viele besorgt.“


Mittlerweile sind in der Klinik Schwabach die Abläufe rund um das Virus und potentiell infizierte Patientinnen und Patienten längst eingespielt und das hat sehr zur Beruhigung der Mitarbeitenden in der Hauswirtschaft beigetragen.


„Meine Mitarbeitenden sind den Umgang mit infektiösen Erkrankungen zwar gewohnt und auch die Arbeit in Isolationszimmern ist Standard, aber das Corona-Virus hat sie vor eine neue Situation gestellt.“ Marion Hecht hat viele Mitarbeitende immer wieder beruhigt und sie genau über die aktuell geltenden Hygienestandards informiert.


Viel Unterstützung hat sie dabei von den Hygienefachkräften der Klinik bekommen. „Unsere Hygienefachleute haben die Mitarbeitenden auch gerne einmal öfter angeleitet und ihnen etwas erklärt, das hat viel gebracht.“


Auch wenn die Arbeit mit Schutzkleidung und Mundschutz mit Spezialfilter mühsam ist, ist die Stimmung im Team gut. „Alle machen einen super Job und stehen ihre Frau oder ihren Mann“ freut sich Marion Hecht. Das Arbeitsaufkommen ist durch Corona höher geworden, aber das Team trägt das mit. Das schweißt zusammen. „Viele Mitarbeiter bleiben auch einmal länger, wenn mal wieder mehr zu tun ist und fragen, wo sie noch helfen können.“

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