Die Cnopfsche Kinderklinik von Diakoneo setzt bayernweit am häufigsten ein modernes Operations-Verfahren ein


kinderorthopädische Beratung bei Knick-Senkfüßen
Die Kinderorthopädin Dr. Kerstin Remmel untersucht eine junge Patientin. © Christine Blei


In den ersten Lebensjahren haben viele Kinder Knick-Senkfüße, aus denen sich bis zum Alter von etwa zwölf Jahren „gerade Füße“ entwickeln. Ist eine Operation aber unausweichlich, bietet Chefärztin Dr. Kerstin Remmel an der Cnopfschen Kinderklinik eine moderne OP-Methode an. Die Kinderorthopädin ist damit bayernweit eine Expertin bei der operativen Behandlung von kindlichen Knick-Senkfüßen mithilfe eines neuentwickelten Implantats.

Claudia Pollok hat sich mit der Ärztin unterhalten.


Knick-Senkfüße bei Kindern sind zunächst kein Grund zur Sorge, weiß Dr. Kerstin Remmel, die seit zwei Jahren die Kinderorthopädie der Cnopfschen Kinderklinik als Chefärztin führt. Fußfehlstellungen, wie Knick-Senkfüße, kommen bei der Entwicklung von Kindern sehr häufig vor und sollten im Laufe des Wachstums wieder verschwinden.

Zu erkennen ist der kindliche Knick-Senkfuß daran, dass das Fußlängsgewölbe deutlich abgeflacht ist und die Ferse nach innen knickt. „Bis zum Alter von ungefähr sechs Jahren ist der sogenannte Plattfuß meist physiologisch, das heißt nicht behandlungsbedürftig“, sagt Dr. Remmel.

„Eins von 1000 Kindern hat einen behandlungsbedürftigen Knick-Senkfuß. Ab einem Alter von zehn Jahren sollten Eltern aber wachsam sein. Denn bei Erwachsen sind Operationen deutlich aufwändiger. Bei einem Kind lässt sich das Wachstum des Fußes noch relativ leicht und mit einer kleinen Operation gut beeinflussen.“

Minimalinvasive Operation für junge Patienten


Knick-Senkfuß-Behandlung Kleinkinder


Die Operation des Knick-Senkfußes erfolgt minimalinvasiv, das heißt es gibt nur einen äußerst kleinen Hautschnitt am Fußaußenrand. Das ist schonender und schmerzfreier für die jungen Patienten. Über einen Draht wird ein kleines Implantat in den Zwischenraum zwischen Sprungbein und Fersenbein platziert.

„Anders als früher benutzen wir als Implantat heute keine Schraube mehr, sondern einen kleinen Dübel. Denn im Gegensatz zur Schraube kann der Dübel altersunabhängig eingesetzt werden, die Schraube nur bis zu einem Alter von ca. zwölf Jahren“, erklärt Dr. Remmel: „Nach der Operation bewirkt das Implantat, dass sich der Fuß wieder aufrichtet. Nach den Wachstumsabschluss mit ca. 16 Jahren kann es wieder entfernt werden.“

Die Kinderorthopädin hat mit dem Dübel bisher sehr gute Erfahrungen gemacht: „Die Cnopfsche Kinderklinik führt bayernweit am häufigsten Operationen mithilfe des sogenannten Pro Stop Implantat durch“, sagt Dr. Remmel, die sich mit ihren Oberärzten auf die Behandlung des Knick-Senkfußes mittels dieser Methode spezialisiert hat. „Für unsere jungen Patienten ist dieses Verfahren schmerzfrei und bewahrt sie vor größeren orthopädischen Problemen als Erwachsene.“

Wenn sich Fehlstellungen des Bewegungsapparates bis zum Alter von zwölf Jahren nicht von alleine gebessert haben sollten, bzw. in dem Alter noch durch einen kleinen Eingriff leicht behoben werden können, empfiehlt Dr. Remmel Eltern eine ausführliche Untersuchung des Bewegungsapparates in diesem Alter.


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