Viele Kinder in Rumänien sind in einer Armutsspirale gefangen


Diakoneo blickt auf eine über 160jährige Geschichte zurück, in der das internationale Engagement immer eine große Rolle gespielt hat. Vor diesem Hintergrund leistet Diakoneo seit vielen Jahren Hilfe zur Selbsthilfe in Rumänien. Heute stellen wir Ihnen unser neues Hilfsprojekt vor.

Von Eleonore Hofmann



Der Anteil der von Armut bedrohten Personen in Rumänien lag im Jahr 2019 bei rund 31,2 Prozent. Das orthodoxe Bistum Timişoara setzt sich deshalb sehr für Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen aus Familien mit prekären Lebensbedingungen ein.


Viele Kinder in Rumänien sind in einer Armutsspirale gefangen. Die Eltern arbeiten hart, um den Lebensunterhalt zu verdienen und können sich so oft ihrer Familie nur wenig zuwenden. Kinder sind häufig auf sich allein gestellt. Niemand stellt ein Mittagessen auf den Tisch oder hilft bei den Hausaufgaben. Niemand kümmert sich darum, dass die Kinder regelmäßig zur Schule gehen. Und wer häufig in der Schule fehlt, bricht auch leichter die Schulausbildung ab. In Rumänien trifft das auf jede siebte Schülerin bzw. jeden siebten Schüler zu.


Die schwierigen Lebensbedingungen führen oft zu Konflikte in der Familie. Viele Jungen und Mädchen erleben soziale Ausgrenzung oder häusliche Gewalt.



Eine Nachmittagsbetreuung gibt den Kindern Halt


Um hier etwas zu verändern und um gefährdete Kinder vor häuslicher Gewalt zu schützen, hat die orthodoxe Gemeinde Timisoara Fabric vest eine Nachmittagsbetreuung ins Leben gerufen. Die Jungen und Mädchen können dort zu Mittag essen, darüber sprechen was sie bewegt und erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben. Daneben werden Aktionen und Aktivitäten außerhalb des Lehrplans angeboten.


Manche Kinder gingen zunächst nur ins Gemeindehaus, um sich Mittags satt zu essen. Das hat sich geändert: Jetzt bleiben die meisten Kinder in der Betreuung, machen dort ihre Hausaufgaben und lassen sich helfen, wenn ihnen etwas schwerfällt. Das wirkt sich aus: die Kinder gehen regelmäßiger zur Schule und lernen besser!


Die Räume der Kirchengemeinde sind jedoch schlecht ausgestattet und zu klein geworden - zu wenig Platz, um gemeinsam zu spielen, zu lernen und zu wachsen.



Zukunft gestalten mit einem neuen Haus für Kinder


Mit Fördergeldern aus Europa soll ein neues Haus für Kinder entstehen. Das Bistum unterstützt das Projekt – aber die Gemeinde muss auch einen Eigenanteil einbringen, der von den Menschen vor Ort allein nicht zu stemmen ist. Diakoneo möchte das Vorhaben mit Spenden unterstützen.


„Durch unsere langjährige Erfahrung in der Rumänienhilfe entwickeln wir gemeinsam mit unseren Partnern immer wieder neue Lösungen. Auch hier packen wir mit an“, so Thorsten Walter, der Leiter des Instituts für internationale Zusammenarbeit von Diakoneo. Zusammen mit den Kollegen aus dem orthodoxen Bistum Timişoara wollen wir die Bedingungen für die Kinder nachhaltig verbessern und den Bau eines neuen Hauses für Kinder ermöglichen.

Spendenprojekt Haus für Kinder in Rumänien

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